1. Miles Davis · 1959 · Modal Jazz

    Kind of Blue

    Das meistverkaufte Jazz-Album aller Zeiten – und zu Recht. Fünf Stücke, zwei Sessions, kaum Proben. Mit Coltrane, Cannonball Adderley und Bill Evans. Wenn jemand fragt, wo man anfangen soll: hier.

  2. John Coltrane · 1965 · Spiritual Jazz

    A Love Supreme

    Vier Sätze, 33 Minuten, ein Gebet. Coltranes Dank an Gott nach dem Entzug – mit McCoy Tyner, Jimmy Garrison und Elvin Jones auf dem Höhepunkt ihres Zusammenspiels.

  3. Dave Brubeck Quartet · 1959 · Cool Jazz

    Time Out

    Ungerade Taktarten, die trotzdem swingen: Take Five im 5/4, Blue Rondo à la Turk im 9/8. Paul Desmonds Altsaxophon klingt wie ein trockener Martini.

  4. Charles Mingus · 1959 · Hard Bop / Post-Bop

    Mingus Ah Um

    Gospel, Blues, Ellington-Hommage und politische Wut auf einer Platte. Goodbye Pork Pie Hat ist eine der schönsten Balladen des Jazz.

  5. Bill Evans Trio · 1961 · Piano Trio

    Sunday at the Village Vanguard

    Das Klaviertrio als Gespräch unter Gleichen. Bassist Scott LaFaro starb zehn Tage nach der Aufnahme – das Album ist auch deshalb so kostbar.

  6. Herbie Hancock · 1973 · Jazz-Funk

    Head Hunters

    Der Groove, der den Jazz in die Disco und in den HipHop trug. Chameleon und Watermelon Man – 15 Minuten, die nie langweilig werden.

  7. Thelonious Monk · 1957 · Bebop / Eigenwillig

    Brilliant Corners

    So schwer, dass das Titelstück aus mehreren Takes zusammengeschnitten werden musste. Sonny Rollins am Tenor, Monk in Hochform.

  8. Ella Fitzgerald & Louis Armstrong · 1956 · Vocal Jazz

    Ella and Louis

    Zwei Stimmen, die nicht unterschiedlicher sein könnten, im schönsten Einvernehmen. Oscar Peterson begleitet. Das perfekte Sonntagsfrühstück-Album.

  9. Sonny Rollins · 1956 · Hard Bop

    Saxophone Colossus

    St. Thomas mit seinem Calypso-Groove ist ein Ohrwurm, Blue 7 ein Lehrstück motivischer Improvisation. Rollins mit 25 Jahren – bereits ein Koloss.

  10. Art Blakey & The Jazz Messengers · 1958 · Hard Bop

    Moanin'

    Der Inbegriff des Hard Bop: Gospel-Feeling, Blues und Blakeys treibendes Schlagzeug. Der Titelsong von Bobby Timmons ist ein Klassiker mit Call-and-Response.

  11. Cannonball Adderley · 1958 · Hard Bop

    Somethin' Else

    Miles Davis als Sideman – das gab es sonst nie. Autumn Leaves in dieser Version ist die Referenz für den Standard.

  12. Stan Getz & João Gilberto · 1964 · Bossa Nova

    Getz/Gilberto

    The Girl from Ipanema – aber auch alles andere. Bossa Nova für die Welt, mit Antônio Carlos Jobim am Klavier. Sommer auf Vinyl.

  13. Keith Jarrett · 1975 · Solo-Improvisation

    The Köln Concert

    Ein defekter Flügel, ein übermüdeter Pianist – und das meistverkaufte Solo-Klavieralbum der Geschichte. Komplett improvisiert, in der Kölner Oper.

  14. Wayne Shorter · 1966 · Post-Bop

    Speak No Evil

    Shorters Kompositionen – Witch Hunt, Infant Eyes – sind rätselhaft und schön zugleich. Mit Freddie Hubbard, Herbie Hancock und Elvin Jones.

  15. Nina Simone · 1965 · Vocal Jazz / Soul

    I Put a Spell on You

    Feeling Good, Ne me quitte pas und der Titelsong – Simone zwischen Jazz, Soul und Chanson, mit einer Stimme, die alles kann.