Legende
Miles Davis
Der Mann, der den Jazz fünfmal neu erfunden hat – vom Cool Jazz bis zur elektrischen Fusion.
- Instrument
- Trompete
- Lebensdaten
- 1926 – 1991
Kaum ein Musiker hat den Jazz so oft und so radikal verändert wie Miles Davis. Als junger Trompeter spielte er in den 1940ern neben Charlie Parker im Bebop, gründete kurz darauf mit dem Nonett von Birth of the Cool eine ganz eigene, gelassene Klangsprache – und legte 1959 mit Kind of Blue das meistverkaufte Jazz-Album aller Zeiten vor.
Sein Ton war nie laut, nie protzig: gedämpft, verletzlich, mit Pausen, die mehr sagen als Töne. Davis verstand sich als Bandleader, der Talente entdeckte – John Coltrane, Bill Evans, Herbie Hancock, Wayne Shorter, Keith Jarrett und John McLaughlin gingen alle durch seine Schule.
In den 70ern schloss er die Trompete ans Wah-Wah-Pedal an und mischte Funk, Rock und afrikanische Rhythmen zu etwas, das man später Fusion nannte. Wer Miles verstehen will, hört am besten chronologisch – und staunt, dass es derselbe Mensch ist.
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